Axpo plant die CO2-freie Wasserstoff-Produktion für Coop-Tankstellennetz

Im Bild: Hansueli Loosli, Verwaltungsratspräsident Coop und Coop Mineraloel AG, Joos Sutter, CEO Coop, Andy Heiz, Leiter Produktion & Netze, und Andrew Walo, CEO Axpo

Im Bild: Hansueli Loosli, Verwaltungsratspräsident Coop und Coop Mineraloel AG, Joos Sutter, CEO Coop, Andy Heiz, Leiter Produktion & Netze, und Andrew Walo, CEO Axpo

Sauberer Wasserstoff aus sauberer einheimischer Wasserkraft für die CO2-freie Mobilität der Zukunft: Axpo liefert künftig Wasserstoff, der mit Strom aus einem Axpo Wasserkraftwerk produziert wird, direkt ins neue Tankstellennetz von Coop.

Der Startschuss für das Projekt ist heute gefallen. Nach dem Aufbau der ersten öffentlichen Tankstelle der Schweiz für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge will Coop das Angebot auf weitere Tankstellen ausweiten. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen von Fahrzeugen und  eröffnet Axpo ein attraktives neues Geschäftsfeld.

Das gemeinsame Projekt von Coop und Axpo hat im Transportsektor Pioniercharakter. Die Unterschriften sind geleistet. Gemäss der unterzeichneten Absichtserklärung planen die beiden Partner die erste öffentliche Wasserstoff-Tankstelle der Schweiz. Mittelfristig ist ein stufenweiser Ausbau des Angebots geplant. Axpo wird als grösste Produzentin erneuerbarer Energien in der Schweiz den dafür nötigen Wasserstoff produzieren und zwar ausschliesslich mit Strom aus einheimischer, erneuerbarer Wasserkraft.

«Läuft alles nach Plan, wird Axpo damit einen direkten Beitrag zur Senkung des CO2-Austosses im Verkehr leisten können. Wir engagieren uns im Sinne unserer Nachhaltigkeitsstrategie für den Schutz des Klimas. Ferner helfen wir mittel- und langfristig, die Abhängigkeit der Schweiz von fossilen Brennstoffen zu verringern und durch einen einheimischen CO2-freien Energieträger zu ersetzen», unterstreicht Andrew Walo, CEO der Axpo. Für die Produktion des Wasserstoffs sieht Axpo vor, einen sogenannten Elektrolyseur direkt an eines ihrer bestehenden Laufwasserkraftwerke anzugliedern. Der Elektrolyseur spaltet Wasser mit Hilfe von Strom in Sauerstoff und Wasserstoff. Dieser kann gespeichert und bedarfsgerecht an die Tankstelle geliefert werden. Die Eröffnung der ersten Wasserstoff-Tankstelle ist für 2016 geplant.

Ökologisch und konkurrenzfähig
Mit Axpo und Coop haben sich zwei ideale Partner gefunden. Der Schweizer Grossverteiler verfügt über die Tochtergesellschaft Coop Mineraloel AG über ein dichtes Tankstellennetz in der ganzen Schweiz und plant Teile der eigenen Fahrzeugflotte zusehends auf Fahrzeuge mit Brennstoffzellen auszurichten. Das sind ausgezeichnete Voraussetzungen, um den Markt erfolgreich aufzubauen.

Die EU verschärft die CO2-Vorschriften für Neuwagen in der EU laufend, und die Schweiz übernimmt diese Vorschriften. Das erfordert neue Lösungen. Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge sind eine Antwort. Erste Serienfahrzeuge drängen mehr und mehr in den Markt. Sie entsprechen den Anforderungen an eine ökologisch nachhaltige Mobilität. Gleichzeitig bieten Fahrzeuge mit Brennstoffzellen den Komfort eines herkömmlichen Autos: Das Tanken eines Autos mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie dauert lediglich zwei bis vier Minuten, und es verfügt über eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Das ist vergleichbar mit klassischen Verbrennungsmotoren. Die Treibstoffkosten eines Brennstoffzellenfahrzeugs werden pro 100 Kilometer ähnlich sein wie bei Benzin- und Dieselfahrzeugen. Und statt Abgase hinterlässt das Wasserstoffauto einfach nur Wasserdampf. Weil Axpo den Wasserstoff mit sauberer Wasserkraft  produzieren will, ist der Treibstoff zudem klimaneutral.

Axpo ist vom Potenzial des Markts überzeugt und wird voraussichtlich mehrere Millionen Franken in das Projekt investieren. Die Arbeiten, um das Projekt erfolgreich zu realisieren, werden nun vorangetrieben.

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