Wie Gewürze auf unsere Gesundheit wirken

Gewürze gehören in jede Küche. Mit einem kleinen Anteil an Gewürzen, wird ein Gericht aufgewertet und zum „Gewissen etwas“. Und dass Sie nicht nur keine Kalorien haben, auftrund ihres grossen Bestandteils von wirksamen Antioxidantien, sind sie auch für die Gesundheit wichtig. Wir haben Ihnen einige Gewürze und deren Wirkungen zusammengestellt.

VON DR. MED. THOMAS WENDEL

KNOBLAUCH

Ur-Knoblauch wurde bereits vor 5000 Jahren in Zentralasien angebaut und gilt seit Jahrtausenden als wichtiges Heilmittel. Der Wirkstoff Allicin im Knoblauch hat keimtötende Eigenschaften, wirkt antioxidativ und kann freie Radikale abfangen, Schäden an der Zellmembran verhindern und damit den Alterungsprozess verlangsamen. Allicin entsteht jedoch erst, wenn die Knoblauchzehe durch Schälen, Schneiden oder Hacken mit Luft in Verbindung kommt. Ajoen, ein weiterer Wirkstoff im Knoblauch, verdünnt das Blut auf natürliche Weise, indem es den Gerinnungsstoff Fibrin abbaut und dadurch vor Thrombosen schützen kann.

 

CHILI

Der Wirkstoff Capsaicin ist farblos und relativ temperaturstabil, kann durch Kochen oder Einfrieren nicht zersetzt werden. Er hat eine antibakterielle und fungizide (pilztötende) und damit entzündungshemmende Wirkung. Der Scharfmacher Capsaicin regt die Verdauung an, wirkt durchblutungssteigernd, cholesterinsenkend und schmerzlindernd. Dem Chiligenuss wird auch eine Appetit regulierende Funktion zugeschrieben und er gilt damit als ein wertvoller Helfer beim Gewichtsmanagement. Hat man scharfe Speisen zu sich genommen und das Brennen im Mund wird unerträglich, helfen ölhaltige und fetthaltige Produkte wie Joghurt, Milch und Käse.

 

INGWER

Neueste Studien zeigen, dass Ingwer ein effektives Mittel gegen Schmerzen zu sein scheint. Der Inhaltsstoff Gingerol verleiht Ingwer seine Schärfe, die Inhaltsstoffe Boreol und Cinerol haben kreislauffördernde, magenstärkende und verdauungsfördernde Eigenschaften, zudem enthält Ingwer Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium und Phosphor. Das Gingerol hat bei Arthrose und Rheuma eine entzündungshemmende Wirkung und hilft auch bei Muskelschmerzen. Das weltweit grösste Anbaugebiet ist Nigeria. Ingwer entfaltet seine Wirkung gekocht in Speisen oder in geriebener Form (bzw. kleinen Scheiben) in Tees, wenn man ihn mindestens zehn Minuten ziehen lässt.

 

KARDAMOM

Die Kardamomsamen können bei Brechdurchfall oder Schwangerschaftserbrechen eingesetzt werden, man kaut die Körner bei Mundgeruch und zum Erfrischen des Atems, in der Ayurvedamedizin Indiens wird Kardamom als kühlend angesehen und kommt daher bei Fieber zum Einsatz, wird bei Husten eingesetzt, hilft bei Blähungen und hat auch harntreibende Eigenschaften. Guten Kardamon erkennt man an seiner grünen Farbe der Kapseln, die man am besten erst kurz vor Gebrauch mit einem Mörser zerstösst und daraus die Samen gewinnt.

 

KURKUMA

Kurkuma ist hellgelb und gibt dem Curry seine charakteristische Farbe. Deshalb wird er auch «indischer Safran» genannt. Er gehört zur Familie der Ingwergewächse und gilt als bedeutendes Arzneimittel in der chinesischen und ayurvedischen Medizin. Sein Wirkstoff steigert die Magensaftproduktion, regt den Fluss und die Produktion der Galle in der Leber an. Dem Inhaltsstoff Curcumin werden krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt.

 

 

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