Welternährungstag: Investitionen in Ernährung sind der Schlüssel zu einer besseren Zukunft

ROM – Anlässlich des Welternährungstages von heute, 16. Oktober 2013, hat das UN World Food Programme (WFP) gefordert, das Thema Ernährung ins Zentrum aller Entwicklungsbemühungen zu stellen.

WFP MCH Programme in Kenya„Unterernährte Mädchen und Jungen sind eingeschränkt in ihrer Gesundheit, ihren Schulleistungen und später auch am Arbeitsplatz. Diese Beeinträchtigungen hemmen ihre Potenziale und ihre Fähigkeit etwas beizutragen,“ sagte WFP-Exekutivdirektorin Ertharin Cousin. „Wenn wir heute Ernährung zur Priorität machen, ist dies eine Investition in unsere gemeinsame globale Zukunft. Diese Investition muss Nahrung, Landwirtschaft, Gesundheit und Bildung umfassen“, sagte sie.

Etwa 842 Millionen Menschen – mehr als jeder achte Mensch auf der Welt – leidet unter chronischem Hunger. Einer weitaus höheren Anzahl – rund 2 Milliarden Menschen – fehlen die notwendigen Vitamine und Mineralien, um ein gesundes Leben zu führen. Neue Studien belegen: Würde die internationale Gemeinschaft über fünf Jahre hinweg jährlich weniger als 900 Millionen Euro investieren, um gezielt Mangelernährung zu bekämpfen, entsprächen die Gewinne durch bessere Gesundheit, geringere Kindersterblichkeit und gestiegene Einkommen fast 12 Milliarden Euro.

„Deutschland unterstützt den globalen Kampf gegen den Hunger und das UN World Food Programme in diesem Jahr wie selten zuvor“, sagte der Leiter von WFP Deutschland, Ralf Südhoff, anlässlich des Welternährungstags. „Heute können wir zugleich besser denn je belegen, wie sehr sich diese Hilfe sowohl für die Menschen selbst, wie auch wirtschaftlich betrachtet auszahlt.“ (Die Schweiz finanzierte im 2012 einen Beitrag von 41 Millionen Schweizer Franken. Siehe Webseite DEZA.)

Einige der Wege, wie WFP 97 Millionen Menschen weltweit mit Ernährungshilfe unterstützt:

  • Eine steigende Anzahl von Kindern und jungen Müttern erhält mit Nährstoffen angereicherte Spezialprodukte, um Mangelernährung zu bekämpfen.
  • Der Fokus liegt hierbei auf die entscheidenden ersten 1.000 Tage – im Mutterleib bis zum Alter von zwei Jahren – in denen die Versorgung mit genügend Nährstoffen und Kalorien entscheidend ist für ein gesundes Wachstum.
  • Hilfsprogramme werden ausgeweitet, in denen Bargeld und Gutscheine verteilt werden, wenn Nahrungsmittel auf dem Markt erhältlich sind, so dass frische und vielfältige lokale Lebensmittel gekauft werden können.
  • Besonderes Augenmerk wird auf abwechslungsreiche Ernährung und frische Nahrungsmittel in Schulspeisungsprogrammen durch die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden und Landwirten gelegt.
  • WFP unterstützt die Expertise der betroffenen Länder, wie mit der Studie ‚Cost of Hunger in Africa‘, um ihnen fundierte Grundlagen für ihre Ernährungspolitik und Strategien zu verschaffen.

WFP feiert den Welternährungstag gemeinsam mit den UN-Schwesterorganisationen FAO und IFAD.

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