Gehirntraining macht happy!

Für Kenner und Anwender des nachhaltigen Gehirntrainings ist das schon längst eine Tatsache. Happy oder glücklich zu sein ist einer der Hauptzielsetzungen eines normalen Bürgers. Man ist überzeugt, dass glückliche Menschen gesünder, erfolgreicher sind im Leben und sogar länger leben. Und das alles soll mit Gehirntraining erreichbar sein? Der Zusammenhang zwischen Gehirntraining und Glück wollen wir etwas genauer betrachten.

von Marcel Liechti, Dipl. Gehirntrainer GfG, Neuronalfit.ch

Was verstehen Menschen unter Glück?
Anhand einer Studie des Instituts Demoskopie in Allensbach kristalliesierten sich vier verschiedene Glückskonzepte heraus:

  • Schicksalhaftes, oft unverhofftes und flüchtiges Ereignis
  • Freisein von materiellen Sorgen
  • Dauerhafter Zustand und positives Lebensgefühl
  • Ergebnis von Persönlichkeitsmerkmalen und Leistung

Genau “dauerhafter Zustand und positives Lebensgefühl”, das wohl wichtigste Glückskonzept, kann mit nachhaltigem Gehirntraining direkt beeinflusst werden.

Etwas einfacher ist die englische Betrachtungsweise: Engländer unterscheiden zwischen lucky und happy, also zwischen Glück haben (lucky) und glücklich sein(to be happy). Offensichtlich lässt sich nur das „happy“ selber aktiv beeinflussen. Die jüngere neurowissenschaftliche Forschung zeigt, dass positive Emotionen erzeugen eng mit dem Gehirntraining korrelieren(zusammenhängen).

Nucleus accumbens

Nucleus accumbens

Also, Glück und Lernen hängen ganz eng in unserem Kopf zusammen: Der Nucleus accumbens (siehe Bild) wird durch Gehirntraining , allg. positive Erlebnisse und erfolgreichen Lernprozesse aktiviert. „Lernen mach glücklich“ wäre also genau so richtig. Wir halten es mit Prof. Manfred Spitzer, berühmter Neuropschychologe der sagt: „Nachhaltiges Glück hat mit Sinn und Bedeutung sehr viel, mit Konsum und Genuss nur wenig zu tun.“

Auch das Zusammensein mit der Familie, mit Freunden, Sex, ja sogar die Qualität und Sicherheit unserer Arbeit und aktives Lernen stellen Erfahrungen dar, deren positiven Auswirkungen wir als Glück empfinden. Glück rührt also von unseren Erfahrungen her, vor allem von unseren Erfahrungen mit anderen Menschen und mit sich selbst. Wie wir uns dabei verhalten, haben wir selbst in der Hand. Noch etwas genauer:

Bei Vorfreude und positiven Erfahrungen wie Gehirntraining produzieren Nervenzellen im Mittelhirn Dopaminhormone, welche für Glücksgefühle sorgen. Dopamine gelangen in den vorderen Hirnbereich(siehe Bild) in den Nucleus accumbens, wo das Hormon die Aufmerksamkeit erhöht. Damit sitze das Glück “unter der Schädeldecke zwischen Großhirn und Hirnstamm”, sagt der Bremer Neurobiologe Prof. Gerhard Roth, “denn dort sitzt das sogen. limbische System” , wo alle Sinneseindrücke gespeichert sind  und in gut und schlecht sortiert werden. Führt eine bestimmte Verhaltensweise zum Erfolg, so belohnt das Gehirn durch die Ausschüttung von Dopaminen, die vergleichbare Wirkung wie Drogen haben.

Dopamin wird auch als “Glückshormon” bezeichnet, da es an der Entstehung von Glücksgefühlen wesentlich beteiligt ist. Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff des Nervensystems, der die Nervenzellen erregt oder hemmt. Die absolute Nähe zum sogen. Hippocampus (siehe Bild) verstärkt diese Beeinflussung; ist och nachhaltiges Gehirntraining auch das Training des Hipocampus. Ist die Funktion des Hipocampus gestört kann der Mensch sich nichts mehr Neues merken. Er bleibt auf dem aktuellen Niveau des Wissens stehen. Es gaibt dan auch kaum mehr Glücksgefühle.

Gehirntraining setzt genau hier an, an den Erfahrungen, genauer positiven Erfahrungen. Wenn ich Gehirnübungen ausführe und dabei merke, dass ich Erfolg habe, wenn auch nur wenig, erlebe ich viele positive Effekte, was zu einer tiefen Befriedigung führt und nicht zuletzt zu Glücksgefühlen, weil Dopamine ausgeschüttet werden. Der Wunsch nach mehr ist typisch für Gehirntraining. Der gleiche Effekt erzielt man beim Lernen.

Praxis: Der Autor erteilt regelmässig Mathematik-Nachhilfe für Schüler und Studenten. Dabei erfährt er immer wieder folgendes Phänomen: Wenn Schüler ein scheinbar verzwicktes Mathematik-Problem didaktisch variantenreich und mit viel Verständnis und Einfühlsamkeit vermittelt erhalten, gehen oft reihenweise Lichter auf. Diese Aha-Erlebnisse führen dann zu Glücksgefühlen. Diese Glücksgefühle können zur momentanen Euphorie ausarten, wenn die anschliessend erzielte Prüfungsnote dann 2-3 Noten höher ausfallen(passiert regelmässig)  als bis anhin. Nun sind  Mathematik-lernen und Gehirntraining nicht nur sehr verwandt, ich behaupte es ist praktisch das Gleiche.

Unterschied: Gehirntraining sind übungen, die leichter zu absolvieren sind und vorallem keinerlei Mathematisches Vorwissen benötigen. Oft werden auch sprachliche Komponenten eingebunden.

Als Anregung dienen die beiden nachfolgen Übungen, die nach erfolgreichem Absolvieren auch Ihnen Glücksgefühle auslösen sollten.

Übung 1: (Lesetraining für Ihr Gehirn: Versuchen Sie den Text zu lesen). Klicken Sie auf das Bild um dieses zu vergrössern.

buchstabensalat

Übung 2: (Logik für Ihr Gehirn, etwas schwieriger…Sie schaffen es!) Klicken Sie auf das Bild um dieses zu vergrössern.

buchstabensalat2

Weitere kostenlose Beispiele finden Sie hier zum downloaden.

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