Sicherheit beim Onlineshopping

kreditkarteIm Zeitalter der digitalen Vernetzung ist das Onlineshopping zur Selbstverständlichkeit geworden. Rund 88 Prozent aller Schweizer Internetnutzer kaufen auch online ein. Onlineshopping ist bequem, vielfältig und ermöglicht direkte Preis- und Angebotsvergleiche in einem noch nie dagewesenen Ausmass. Doch Vorsicht: Wer Zahlungen im Netz tätigt, sollte unbedingt einige Sicherheitsregeln beachten. Eine Expertin gibt Auskunft.

Annkathrin Dittmann, Sie sind Produktmanagerin für Karten und Reisezahlungsmittel bei der Bank Coop und kennen die Vorsichtsmassnahmen, die beim elektronischen Zahlungsverkehr zu beachten sind. Doch wie können wir als Laien erkennen, ob wir bei einem seriösen Shop gelandet sind oder auf einer Betrügerseite?
Ein erster Hinweis, dass ein Onlineshop seriös ist, kann unter anderem sein, dass eine Kontaktadresse angegeben wird sowie eine Telefonnummer, unter der man bei Unklarheiten jemanden erreichen kann. Ausserdem sollten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und ein Impressum auf der Website einsehbar sein. Oft hilft auch eine Suchabfrage bei gängigen Suchmaschinen (z. B. Google): Findet man eine Vielzahl von negativen Erfahrungsberichten über den betreffenden Shop, ist Vorsicht geboten. Als weitere Massnahme bieten sich Warnlisten von Konsumentenorganisationen an. Der Ktipp stellt zum Beispiel auf seiner Webseite eine Übersicht von unseriösen Internetshops zur Verfügung.Onlineshops, welche die Kartennummer zu «Informationszwecken » oder zur «Alterskontrolle» verlangen, sind selten seriös.

Einige Shops bieten verschiedene Möglichkeiten an, um die gewünschte Ware zu bezahlen:Vorauskasse, Kreditkarte oder Rechnung nach Erhalt. Was empfehlen Sie Ihren Kunden?
Am schnellsten und einfachsten ist es, mit der Kreditkarte zu bezahlen. Zudem hat der Karteninhaber beim Einsatz einer Master- Card oder Visa die Möglichkeit, bei nicht gelieferten, gefälschten oder defekten Waren eine Rückbelastung vorzunehmen. Aber Achtung: In Ausnahmefällen erheben Onlineshops für das Bezahlen mit der Kreditkarte Zusatzgebühren. Es ist also ratsam, vor Abschluss der Transaktion genau auf eventuelle versteckte Gebühren zu achten. Von Vorauszahlungen raten wir eher ab. Ein seriöser Onlinehändler wird immer noch eine alternative Zahlungsmethode anbieten.

Worauf muss ich besonders achten, wenn ich online meine Kreditkartennummer angebe?
Es ist wichtig, dass man seine Kreditkartendaten nur dann preisgibt, wenn diese über eine sichere SSL-Verbindung übermittelt werden. Diese erkennt man am kleinen Schloss, das in der Statusleiste des Internetbrowsers angezeigt wird. Oder daran, dass die Internetadresse mit «https» beginnt. Dank des inzwischen relativ weit verbreiteten Sicherheitsstandards 3-D Secure konnte das Zahlen per Kreditkarte noch sicherer gemacht werden. Bei 3-D Secure wird der Käufer bei der Zahlung aufgefordert, neben den üblichen Daten auch ein persönliches Passwort einzugeben. Dieser Sicherheitsstandard heisst bei Visa «Verified by Visa» und bei MasterCard «SecureCode».

Kontaktloses Bezahlen
Schnell, einfach und sicher: Der Trend des Bezahlens, ohne die Kreditkarte zücken zu müssen, geht in die nächste Runde. Auch in realen Läden wird das Bezahlen immer virtueller. Daran, dass wir beim Einkaufen praktisch überall ohne Bargeld auskommen, haben wir uns bereits gewöhnt — der flächendeckenden Akzeptanz von Kredit- und Debitkarten sei Dank. Doch inzwischen brauchen wir an gewissen Orten die Kreditkarte nicht einmal mehr ins Kassenterminal zu schieben, um unsere Einkäufe zu bezahlen. «Kontaktloses Bezahlen» heisst die Funktion, die es seit einigen Jahren bei Kreditkarten gibt, und die es uns erlaubt, durch nahes Heranhalten der Karte an das Zahlungsterminal Beträge unter 40 Franken ohne Pin und ohne Unterschrift zu begleichen. Es können übrigens auch Summen über 40 Franken kontaktlos bezahlt werden, diese Transaktionen müssen dann aber wie gewohnt mittels PIN oder Unterschrift bestätigt werden. War die Funktion anfangs noch wenig verbreitet, gibt es inzwischen viele Detailhändler, bei denen sie eingesetzt werden kann, unter anderem bei k Kiosken, avec, Coop und Migros. «Ein Vorteil dieser Methode ist die Geschwindigkeit», erklärt Annkathrin Dittmann, «man ist schneller, als wenn man mit Bargeld bezahlt und zuerst noch das passende Kleingeld abzählen muss.»

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