Auf Schusters Rappen den bilderbuchschönen Aargau erkunden

Gönnen Sie sich eine Auszeit!

Von Karin Breyer

Im Juni zu wandern, ist eine einzige Wonne. Die Natur trägt bereits ihr buntestes Kleid, lang und lichte sind die Tage. Aus den sattgrünen Wiesen pulsiert eine wunderbare Blumenpracht, Kirschbäume sind schwer behangen mit roten Früchten, Vögel zwitschern munter ein Konzert. Der Aargau mit seinen Seen, idyllischen Fluss- und Auenlandschaften, sanften Hügelzügen und aussichtsreichen Jurahöhen lädt gerade im milden Frühsommer ein, von Ihnen entdeckt zu werden. Reduzieren Sie zwischendurch das rasende Zeitmass auf Schritttempo und erholen Sie sich aktiv. Ihnen stehen 1650 Kilometer bestens signalisierte Wanderwege zur Verfügung – ob für zwei Stunden oder ganze Tage, für jedes Wanderherz findet sich die passende Route.

Voller Flair: Marktgasse Rheinfelden.Die Region ist voller einzigartiger Naturschauspiele und kultureller Schätze – man verspürt richtig Lust, die Wanderschuhe zu schnüren. Unterwegs über Stock und Stein, stossen Sie hier und da auf alte Ruinen und imposante Schlösser, etwa das geschichtsträchtige Wildegg, die Habsburg oder das bezaubernde Wasserschloss Hallwyl. Zahlreiche denkmalgeschützte Altstädte wie Baden, Brugg, Laufenburg, Zofingen, Aarau, Lenzburg können zu Fuss erobert werden – in einem der Strassencafés lässt man sich gerne nieder und geniesst das malerische Ambiente. Kulturhungrige finden Sagen und schaurige Geschichten am Wegesrand (u. a. auf dem Freiämter Sagenweg) und können zwischen 70 Museen wählen, darunter das Brugger Vindonissa-Museum und das Naturama Aargau. Wer Wasser liebt, lässt sich an den Gestaden der Reuss, Limmat, Aare oder des Rheins umspülen und ganz von der üppigen Natur einnehmen.

Was gibt es Schöneres, als nach einer Wanderung in einer Therme zu entspannen? Genüsslich untertauchen können Sie in den Wellnessoasen in Rheinfelden, Bad Schinznach, Bad Zurzach. Einmalige Höhepunkte sind sicher die Klöster in Muri, Wettingen, Königsfelden, St. Urban. Und überall finden Sie Gaumengold – innovative Gastro- und Weinbetriebe, wo man an lauschigen Plätzen einheimische Köstlichkeiten schlemmen kann. Besonders verführerisch ist die 175 Kilometer lange Genussstrasse.
Wandertipp des Monats – Fricktaler Höhenweg
Am schönsten lässt sich das aussichtsreiche, sonnendurchflutete Fricktal entlang des Fricktaler Höhenwegs erleben. 1988 initiiert, führt er in einer Gesamtlänge von etwa 60 Kilometern von der Zähringerstadt Rheinfelden ins charmante Weindorf Mettau. Und das bedeutet, immer dem blauen Schild mit dem Wappen nach, das auf weissem Grund ein grünes Lindenblatt zeigt: das Hoheitszeichen des nur kurze Zeit bestehenden Kantons Fricktal (1802–1803). Zunächst gehts über den Steppberg und Magdener Galgen mit seinen leuchtenden Kirschbäumen hinauf zum Sonnenberg. Auf dem 100-jährigen Turm geniesst man einen phänomenalen Rundumblick auf Glärnisch, Titlis, Berner Alpen, den Schwarzwald und das Baselbiet. Ein frischer Waldweg führt hinunter ins geschichtsträchtige Dorf Zeiningen und über die markanten Höhenzüge des Tafeljuras, vorbei an der Burgruine Alt-Tierstein nach Frick (unbedingt sehenswert: das Sauriermuseum). Hier, im «Land der Kirschen», wird der berühmte Fricktaler Kirsch gebrannt. Auf herrlicher Höhenroute marschiert man in vier Stunden nach Sennhütten und erreicht in Kürze den 24 Meter hohen Cheisacherturm – mit sensationeller Sicht. Dann via Sternwarte, Laubberg  (reizende Bergkapelle), auf dem Panoramaweg ins anmutige Mettauertal und nach Mettau absteigen.

Umwerfend, die Fernsicht vom Cheisacherturm auf die waldreichen Jurahöhen bis hin zum Schwarzwald und den Alpen!Weitere Infos unter: aargautourismus.ch, www.fricktaler-hoehenweg.info  

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