Glückliche Tage im Wanderparadies Davos

Den Bergsommer einmal in seiner ganzen Pracht geniessen, dazu laden die geführten Wanderwochen im hintersten Landwassertal ein. Denn eines ist gewiss: Atemberaubende Kulissen bei den Zauberbergen und Champagnerluft lassen jedes Wanderherz höher schlagen.

Leserreise
Wollen Sie sich für das Leserangebot anmelden? Die geführten Wanderwochen finden in den Zeit räumen vom 17. Juni bis 15. Juli 2017 sowie vom 19. August bis 9. September 2017 statt. Weitere Infos: Sunstar Alpine Hotel Davos Tel. +41 (0) 81 836 12 12 und www.davos.sunstar.ch, Geführte Wanderwochen – Buchungscode «50plus Leser»

 

VON KARIN BREYER

Inmitten der Bündner Berge, eingebettet in eine weitläufige, bilderbuchschöne Landschaft, erhebt sich Davos. Internationaler Flair weht einem sogleich entgegen, die mit 1560 Meter höchste Stadt Europas kann mit Superlativen aufwarten – sie empfängt die Gäste mit Spitzenhotels, Freizeit- und Kulturevents von Weltformat und Gourmettempel. Seit 1971 treffen sich im modernen Kongresszentrum die Mächtigen der Welt zum Weltwirtschaftsforum.

Aussicht auf Davos und das umliegende Tal.

 

Um den eleganten Höhenkurort legt sich ein herrliches Wanderwegenetz, wer sich nach Erholung in unberührter Natur sehnt, findet über 700 Kilometer markierte Wege. Gerade der Bergsommer ist grossartig! Zur schönsten Jahreszeit, wenn alles blüht und bunt pulsiert, bietet das Sunstar Alpine Hotel Davos geführte Wanderwochen an: in luftige Höhen, durch sattgrüne Täler und auf schwindelerregend schöne Gipfel.

Willkommen im Sunstar!
Schon beim Begrüssungsapéro am Samstagabend schimmert durch: Diese Woche hat das Potenzial, die schönste des Jahres zu werden … Erfahrene Wanderleiter haben ein inspirierendes Programm zusammengestellt, eine Mischung aus Naturerlebnissen, Erholung, Wellness und Kultur. Das Wunderbare dabei ist: Immer kann man nach Lust und Laune wählen, wie der persönliche Ferientag aussehen soll, nach der Devise: Man kann, aber man muss gar nichts. Die für aktive Senioren konzipierten Wanderungen sind in drei Stärkeklassen eingeteilt. Grün: einfache Touren auf gemütlichen Wegen, ohne grosse Steigung, von ein bis zwei Stunden täglich. Gelb: dynamische Touren, über Stock und Stein und Wurzeln, von drei Stunden täglich, ca. 300 bis 400 Höhenmeter werden zurückgelegt. Rot: anspruchsvolle Touren, die Trittsicherheit und Kondition erfordern, der Schwierigkeitsgrad steigert sich täglich, mit bis zu 1000 Höhenmetern, am letzten Tag beträgt die reine Wanderzeit sechs Stunden. Gute, eingelaufene Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung  braucht es schon – schliesslich wird bei jedem Wetter der Rucksack gepackt … Das Entspannte dabei: Die Gäste brauchen sich weder um Wege noch Landkarten noch ums leibliche Wohl kümmern – alles ist bestens vorbereitet.

Die Vorfreude ist gross, die Gläser klirren am Ende des Abends, ein «Prost» auf die verheissungsvollen Tage hallt durch den Raum. Dank des freundlichen Hotelambientes fühlt man sich augenblicklich wohl im neuen Zuhause.

Wanderparadies Davos Klosters: das Walserdörflein Sertig (1861 m) mit seinem auffallenden Kirchlein, umgeben von dichten Wäldern und markanten Gipfeln.

 

Auf Schusters Rappen durchs Bündnerland
Frühaufsteher können den Tag schwungvoll beginnen: mit einer halben Stunde Nordic Walking, Wassergymnastik oder im Fitnessraum – und unter Anleitung den Puls hochtreiben, die Muskeln stärken, sich einstimmen. Im Frühstücksraum erwartet die Gäste ein reichhaltiges Buffet. Und los geht’s – ohne viel Gepäck, mit einem Lunchpaket und einer Wasserflasche ausgerüstet … Unmittelbar vor der Türe lauern einmalige Wanderabenteuer:
Rundwanderung Grialetschhütte: Eine kurze Busfahrt von Davos entfernt, in der gebirgigen Abgeschiedenheit des Dischmatals, liegt auf gut 2000 Meter Höhe das Restaurant Dürrboden, mit Blick auf den Piz Grialetsch und die Flanken des Scalettagletschers. Herrlich ist der Pfad zur Grialetschhütte, von Anemonen, Arnika und Orchideen gesäumt, an leuchtenden Seelein vorbei, und immer wieder hallt das Pfeifen der Murmeltiere durch die tiefe Gebirgsstille.
Durchs wildromantische Tal: Grenzenlose Blumenpracht verspricht der einfache Weg von Dürrboden entlang des Dischmabachs nach Davos, über Wiesen und Weideland, hier und da schlummern kleine Moore. Schmucke Maiensässe erinnern an das ursprüngliche Bodenrecht der Walser. Das gemütliche Restaurant Teufi verführt mit traditioneller Schweizerküche.
Hinauf zum Zauberberg: Noch immer nimmt die Schatzalp oberhalb Davos, auf 1800 Meter Höhe, einen auf geheimnisvolle Art gefangen. Das im Jugendstil erbaute Bergrestaurant, um 1900 als Luxussanatorium konzipiert, hat der Schriftsteller Thomas Mann unsterblich gemacht – dieser Ort war Inspirationsquelle für seinen 1924 erschienen Bildungsroman «Der Zauberberg». Wenn der Blick über die spektakuläre Bergwelt schweift, tauchen unwillkürlich vor dem inneren Auge seine Romanfiguren auf, der junge Hans Castorp, sein Vetter … Heute lädt das noble Panoramarestaurant zu einem Fondueplausch, der Besuch des Alpinum ist ein Muss für Pflanzenliebhaber: Mit 5000 verschiedenen Alpenpflanzen wartet ein echter botanischer Schatz. Ein Alpweg führt von der Schatzalp zu weiteren urchigen Alpen, u. a. Podestatenalp, Lochalp, Grüenialp, durch ein wogendes Alpenrosenmeer. Bei Zita in der Erbalp sollte man einkehren – es hat sich herumgesprochen, dass die Südtirolerin den weltweit besten Kaiserschmarrn macht. Mit Schau aufs Jakobshorn, hinein ins Sertig, hinüber zum Rinerhorn und zu den schneebemützten Gipfeln des Tinzenhorns und Piz Ela, geht’s weiter, den Spuren Ernst Ludwig Kirchners folgend, zur Stafelalp. Der Künstler kam in den Sommermonaten 1917 und 1918 hierher in die Abgeschiedenheit. In der Bergeinsamkeit entstanden seine monumentalen Werke wie «Alpaufzug», «Alte Bauern» oder «Stafelalp bei Mondschein». Der Weg führt hinunter nach Frauenkirch, im Banne von Piz Kesch und anderen Riesen.
Panoramaweg Gotschnagrat: Vom beschaulichen Bergdorf Klosters mit seinen reizenden Chalets, das einen einzigartigen Kontrast zum internationalen Davos bildet, führt eine Gondel hinauf auf 2300 Meter Höhe zum Gotschnagrat. Wow, das gesamte Prättigau liegt einem zu Füssen. In Hülle und Fülle pulsieren Frauenschuh und Straussglockenblumen auf dem aussichtsreichen Weg nach Wolfgang.

Und so vergehen wandervolle Tage. Die Weite der Berge lässt auch den eigenen Geist weit und gelassen werden. Schritt für Schritt verblasst die Schwere des Alltags. Man fühlt sich jenseits des Flachlandes irgendwie der Zeit enthoben, was zählt, ist die Fülle des Augenblicks. Die Schönheit der Natur zaubert ein Lächeln aufs Gesicht. Wandern tut einfach gut! Wandern ist Nahrung für Körper und Seele.

Beste Unterhaltung
Nach einem erfüllten Wandertag setzt sich das Programm fort. Noch vor dem Abendessen besteht die Möglichkeit, sich in der Lounge bei einer Jassrunde zu treffen oder den Körper mit Atem- und Entspannungsübungen zu lockern. Die Zeit vergessen, sich bei einer Massage verwöhnen lassen, Körper und Geist in Balance bringen – all das kann man in der hoteleigenen Saunalandschaft. Entspannt ein Dampfbad nehmen oder sich in der Römisch- irischen-Therme treiben lassen – was gibt es Schöneres für die müden Knochen nach einem Wandertag? Ganz nebenbei tut man Gutes für die Gesundheit.

Bei einem Fünf-Gänge-Menü trifft man sich in gemütlicher Atmosphäre, kommt locker ins Gespräch. Überhaupt ist es ein Leichtes, mit Gleichgesinnten inspirierende Stunden zu erleben. Die gemeinsamen Interessen: Natur und Wandern verbinden, ein lebendiger Austausch entsteht, nicht selten werden daraus Freundschaften.

Auf vielfältige Weise kann man den Tag ausklingen lassen. Ein Pianist lädt zum Tanz, in einer anderen Ecke kann man sich mit Gesellschaftsspielen stundenlang vergnügen oder an «Überraschungsturnieren» teilnehmen. Kreative werden angeleitet, eigene Schmuckstücke mit Halbedelsteinen zu gestalten. Überdies halten Koryphäen ihres Spezialgebiets spannende Vorträge, beispielsweise über das Ferienparadies Davos, das schon seit Jahrhunderten für zahlreiche Gäste Sommer wie Winter eine geradezu magnetische Kraft ausübt.

Blick in die Viamalaschlucht

 

Lockruf Engadin und Viamala
Der Mittwoch ist ein wanderfreier Tag. Jeder kann tun und lassen, was sein Herz begehrt. Entspannt durch Davos bummeln, ist eine Möglichkeit. Im Kirchner Museum warten für Kunstinteressierte die grossartigen Werke von Ernst Ludwig Kirchner, für den die überwältigenden Alpenlandschaften und Bauern bei der Arbeit zum Sujet wurden. Noch bis 29. Oktober ist im Jubiläumsjahr 2017 die Ausstellung «Jetzt soll ich wieder am Theater malen. Ernst Ludwig Kirchner und das alpine Theaterschaffen» zu bestaunen, mit einigen Festvorträgen und Theateraufführungen. Bezaubernd auch der Davosersee, der sich in einer Stunde bequem umrunden lässt: Blicke öffnen sich ins weite Tal und über die prominenten Bündner Berge in den stahlblauen Sommerhimmel.
Wer sich für die Region interessiert, bucht kurzerhand einen organisierten Ausflug. Beispielsweise zur nahen Viamalaschlucht, ein beeindruckendes Naturmonument, mit bis zu 300 Meter hohen Felswänden, Strudeltöpfen und Felsformationen von natürlicher Schönheit. Conrad Ferdinand Meyer war fasziniert bei seinem Viamala- Besuch: «Als eine Welt der Willkür, des Trotzes und der Auflehnung kann diese Schlucht, wo rasende Fluten sich den Weg durch die Felsen bahnten, beschrieben werden.» Reizend auch die Fahrt nach Guarda, dem Schellen ursli-Dorf, mit den alten Engadiner Häusern, welche weithin Berühmtheit erlangten durch die Sgraffito-Malereien. Auf Kopfsteinpflaster betritt man das «Schmuckkästchen des Unterengadins», hier scheint die Zeit still zu stehen. Ein weiteres Naturschauspiel mitten im Bernina gebiet: der  Morteratschgletscher, wo sich die mystische Welt des ewigen Eis hautnah erleben lässt. Ganz in der Nähe, das sehenswerte Oberengadiner Bergdorf Pontresina, am Fusse des Berninamassivs gelegen. An den sonnigen Hang schmiegen sich traditionelle Engadiner Häuser und schöne Belle-Époque-Hotels.

Gemütlicher Ausklang
Die Wanderwoche endet samstags mit einem grossen Grillfest am romantischen Schwarzsee, vor den Toren Davos. Für musikalische Untermalung sorgt Adi mit seiner Gitarre und Handorgel – er packt auch während der Woche hier und dort gerne seine Instrumente aus. Eine reiche gemeinsame Zeit neigt sich dem Ende zu, mit ein bisschen Wehmut verabschieden sich die Gäste. «Vielleicht bis zum nächsten Jahr …»

Bilder:SWITZERLAND TOURISM – SWISS-IMAGE.CH/IVO SCHOLZ/CASTELBERG & HAAS, DESTINATION DAVOS KLOSTERS – SWISS-IMAGE.CH/STEFAN SCHLUMPF

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