«i.ch _ wie online leben uns verändert»

ich_key visualDie Entwicklung neuer Kommunikationstechnologien schreitet rasant voran. Internet, Smartphones und soziale Netzwerke haben längst einen festen Platz in unserem Alltag eingenommen, so dass Medieninhalte und Kommunikation ständig verfügbar sind. Generell findet Kommunikation zunehmend online statt und verändert unser Leben grundlegend. Pausenlos stellen wir persönliche Informationen ins Netz. Wir surfen, verlinken, liken, simsen, tracken und chatten grenzenlos. Doch wo steht der Mensch in dieser Entwicklung?

Wie geht er mit dieser ständigen Erreichbarkeit um? Die Ausstellung fragt nach den Folgen der zunehmend digitalisierten Welt für Individuum und Gesellschaft und macht auf Chancen und Herausforderungen aufmerksam.

Die Ausstellungsmacherinnen, Tanja Schlager und Simone Kobler, stellen weniger die technischen Möglichkeiten als vielmehr den Menschen in den Mittelpunkt der Ausstellung. Sie laden die Besucherinnen und Besucher mit präzisen Fragen ein, sich über das eigene Verhalten im Netz Gedanken zu machen. Sie thematisieren wie sich unsere Sprache durch die Kommunikation über Kurznachrichten verändert, zeigen anhand von Kunstpositionen wie Menschen sich im Internet darstellen und fragen, ob das wahre Ich mit dem digitalen Ich übereinstimmt. Auch blicken sie auf die Digitalisierung der Wirtschaft und veranschaulichen die Konsequenzen für die Gesellschaft: wenn z.B. der Kühlschrank direkt mit dem Supermarkt «kommuniziert» oder wenn Algorithmen unsere Wünsche und Aktivitäten vorwegnehmen.

Die beiden Kuratorinnen erinnern daran, dass wir im Netz eine Datenspur hinterlassen und – bewusst oder unbewusst – eine Fülle von Informationen über uns preisgeben. Diese Daten werden von Unternehmen gesammelt und ausgewertet und machen uns zum «gläsernen Konsumenten». Das Internet vergisst nie. Umso wichtiger ist es, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was uns unsere Privatsphäre wert ist.
Die Ausstellung will die Besucherinnen und Besucher anhand von Kunstwerken, Installationen, Gegenstände des täglichen Lebens und wissenschaftlichen Beiträgen auf die individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Nutzung neuer Medien sensibilisieren.

In der Ausstellung sind Werke folgender Kunstschaffende zu sehen: Christopher Baker, Aram Bartholl, Daniele Buetti, Kurt Caviezel, Hasan Elahi, Eilsa Giardina Papa, Kaamran Hafeez, Sandra Heinz, Travis Hodges, Bernd Hopfengärtner & Ludwig Zeller, Florian Mehnert, Peter Picciani, Jean Revillard, Evan Roth, Peter Steiner, Amalia Ulman und Curtis Wallen.

«i.ch _ wie online leben uns verändert» vom 22. November 2015 – 20. März 2016
Vögele Kultur Zentrum, Gwattstrasse 14, 8808 Pfäffikon SZ, www.voegelekultur.ch
Öffnungszeiten: Mi – So 11 – 17 Uhr, Do 11 – 20 Uhr, Mo/Di geschlossen.

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