„Durch die Blume“ – noch bis am 29. März im Museum Bellerive Zürich

Dolder Grand Hotel Zurich; Werbeplakat, Lithografie, Schweiz 1930; Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung; Photo: Museum für Gestaltung Zürich © ZHdK

Dolder Grand Hotel Zurich; Werbeplakat, Lithografie, Schweiz 1930; Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung; Photo: Museum für Gestaltung Zürich © ZHdK

Das Museum Bellerive spricht in dieser Ausstellung sein Publikum «Durch die Blume» an und vertraut auf die Strahlkraft des Floralen als gestalterischem Motiv der Glaskunst, Möbelgestaltung und Keramik, des Textil- sowie Grafikdesigns. Der unerschöpfliche Formenreichtum von Blumen und Blüten auf den rund 300 vielgestaltigen und vornehmlich aus den vier Sammlungen des Museum für Gestaltung Zürich stammenden Objekten, entführt den Betrachter in verschiedene Kulturen und Epochen.

Die in Kapitel gegliederten Exponate eröffnen ebenso unterschiedliche Gestaltungs- und Mentalitätswelten wie zeitbedingte Vorlieben für einzelne Blumentypen: Der Mensch im Jugendstil etwa schwärmte für Liliengewächse und Disteln, ein Kind der Siebzigerjahre hingegen für die  plakative Margerite; und heute sind farbenfrohe, dicht geschichtete Blumenmeere quer durch die florale Vielfalt in Mode. So lässt sich etwa bei William Morris – dem Wegbereiter des Jugendstils – dessen Hang zu feingliedrigen Gewächsen in Tapeten und Stoffen nachvollziehen. Die ätherischen Vasen der französischen Glasmanufaktur Daum Frères oder des studierten Botanikers Emile Gallé hingegen zelebrieren in minutiöser Relieftechnik die Schönheit von sich rankenden, langstieligen Blüten als perfekte Verschmelzung von naturgetreuer Wiedergabe und künstlerischer Inszenierung.
Die Ausstellung ist noch bis am 29. März 2015 im Musem Bellerive in Zürich offen. Details unter www.museum-bellerive.ch.

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