Belle-Epoque-Woche in Kandersteg vom 18. bis 25. Januar 2015

Foto: PHOTOPRESS/Daniel Teuscher

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„Früher war alles besser“ – dieser Spruch legte den Grundstein für die erste Belle-Epoque-Woche Kandersteg im Jahre 2010. In der letzten Januarwoche dreht das stille Bergdorf die Zeit um mehr als hundert Jahre zurück und lässt die Belle Epoque in winterlicher Nostalgie wieder aufleben.

Gäste so wie Einheimische ziehen durch die verschneiten Strassen, selbstverständlich in stilgerechter Bekleidung aus der Zeit der Jahrhundertwende: Die Herren flanieren im Jackett und mit Zylinder, Frauen wandeln in weiten Röcken und extravaganten Hüten durch den knöchelhohen Schnee.

Hier und da vernimmt man das leise Klingeln von Glöckchen einer herbeifahrenden Pferdeschlittenkutsche, auf dem Natureisfeld wird eine Partie Curling gespielt und ein paar Eisläuferinnen ziehen anmutig ihre Runden. Das Coop ist mit Konsum angeschrieben, im Schaufenster steht die Meldung: „WC-Papier jetzt in Rollen erhältlich“. In der Käserei gibt’s Butter am Stück, die Bäckersfrau macht Brätzeli auf einem historischen Holzofen. Die Lehrerin geht in historischer Kleidung zur Schule, viele der Schülerinnen und Schüler tun es ihr gleich.

Auf dem holprigen Eis auf der Bahnhofmatte kämpfen zwei Hockeymannschaften auf uralten Kufen gegeneinander, manchmal verliert einer nicht nur den Puck, sondern auch den Schlittschuh. Beim anschliessenden Afternoon Tea wärmen sich die wohlgelaunten Zuschauer des Spiels wieder auf.

Das Dorfbild ist geprägt von aufwändig gestalteten Fassaden wie anno dazumal. Es finden rasante Nostalgie-Bobrennen auf hundertjährigen Schlitten statt, einige Wagemutige vergnügen sich beim Telemark-Skifahren auf alten Holzskiern. Die Gesellschaften amüsieren sich bei Musik und Spiel bevor in den Jugendstilhäusern der Jahrhundertwende gediegen diniert wird. Krönender Abschluss einer Ferienwoche: Ein Belle-Epoque-Ball zu Livemusik wie in guten, alten Zeiten.

Kurz gesagt – in Kandersteg wird man in der Zeit zurückversetzt, die Belle Epoque wird von allen geliebt und gelebt!

Das ganze Programm finden sie hier.

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