2. Entlebucher Kräuter- und Wildpflanzenmärt vom 17. Mai 2014

WildpflanzenmarktTigerella-Tomate, Schokolademinze und ein Korb-Karussel

Beim Entlebucher Kräuter- und Wildpflanzenmarkt geht dem Gärtner das Herz auf und der Köchin läuft das Wasser im Mund zusammen. Auch für Leute ohne grünen Daumen gibt es viel zu entdecken. Über 50 Teilneh-mer sorgen am 17. Mai 2014 von 09.00-16.00 Uhr für buntes Markttreiben auf dem Dorfplatz Escholzmatt.

Wildpflanzenmärkte sind in den Kantonen Bern und Basel sehr beliebt, in der Zentralschweiz jedoch kaum be-kannt. Vor einem Jahr ging die Biosphäre Entlebuch mit gutem Beispiel voran. In Escholzmatt wurde spontan der erste Entlebucher Kräuter- und Wildpflanzenmarkt organisiert, nachdem bekannt geworden war, dass der beliebte Wildpflanzenmärit Konolfingen nicht mehr durchgeführt wird. 36 Teilnehmer liessen sich damals auf das Abenteuer ein. Ihr Mut wurde belohnt – die Besucher strömten in Massen herbei, das Wetter spielte mit und das Ambiente auf dem historischen Dorfplatz von Escholzmatt einfach grossartig.

Über 50 Anbieter fahren jetzt im zweiten Durchführungsjahr auf, mit einer fantastischen Vielfalt an Produkten. Möchten Sie Ihren Garten mit Wildpflanzen wie dem Waldstorchenschnabel, alten Gemüsesorten wie der Tigerella-Tomate oder neuen Kräuterzüchtungen wie der Schokolademinze bereichern? Zwölf Gärtnereien und Pflanzenzüchter bieten unzählige Wildpflanzen, Kräuterraritäten und weitere Besonderheiten für den Garten an.

Einheimische Wildpflanzen sorgen für mehr Artenvielfalt
An verschiedenen Info-Ständen wird man fachmännisch beraten, wie im Garten Platz für die Artenvielfalt geschaffen werden kann. Der Wert einheimischer Wildpflanzen ist hoch. Vom einheimischen Schwarzen Holunder ernähren sich direkt und indirekt 62 Vogelarten. Vom exotischen Sommerflieder hingegen leben nur fünf Arten, von der gelbblühenden Forsythie gerade mal eine. Auf einem Quadratmeter blütenreicher Wiese sind bis zu 60 Pflanzenarten zu finden, auf einem Quadratmeter englischem Rasen gerade mal ein Dutzend Gräser. Gärten mit wenigen, fremdländischen Pflanzen werden von drei Schmetterlingsarten besucht, in Naturgärten locken nektarreiche Pflanzen hingegen 10-30 Arten an. Die Artenvielfalt an Vögeln steigt mit zunehmender Anzahl Schmetterlingsarten… Wer Wildpflanzen im Garten pflanzt, fördert also aktiv die Biodiversität.

Nebst Pflanzen gibt es beim Markt auch eine bunte Vielfalt an handwerklich hergestellten Gegenständen und köstlichen Regionalprodukte zu entdecken. Als besondere Attraktion für die Kinder steht ein Korb-Karussel auf dem Platz, daneben werden vor Ort Körbe geflochten. Die Besucher können jedoch auch selber Hand anlegen und einen Nistkasten bauen oder einen Steinanhänger schleifen.

Weitere Infos: www.biosphaere.ch/wildpflanzenmarkt

 

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